madonnas, queens & other heroes

Die Publikation «Madonnas, Queens & Other Heroes» von Marlies Pekarek und Geraldine Searles wird von Roland Wäspe, Direktor Kunstmuseum St.Gallen, vorgestellt. Das Kunstbuch wird vom Niggli Verlag herausgegeben und beinhaltet Textbeiträge von Roland Wäspe, Barbara Stark, Marina Schütz, Corinne Schatz und Ursula Badrutt. Zudem ist das Buch angereichert mit einem Seifen-Multiple.

 

«Während ihrer Ausbildung zum Master of Arts in Australien 1992-1994 lernte Marlies Pekarek die Comiczeichnerin Geraldine Searles kennen. Es entwickelte sich eine Freundschaft, die beiden Künstlerinnen blieben in Kontakt, tauschen sich über Internet aus und entdeckten überraschende Gemeinsamkeiten in der Wahl ihrer Motive, obwohl ihre Bildsprache sehr unterschiedlich ist. Marlies Pekarek arbeitet intuitiv und entwickelt ihre Themen assoziativ, Geraldine Searles analysiert in ihren Comics in unverwechselbaren Bildern politische und gesellschaftliche Verhältnisse mit spitzer Feder und rabenschwarzem Humor. ...» Marina Schütz

«Der Held als Vorbild und Identifikationsfigur – Marlies Pekarek greift dieses Klischee auf und führt es auf subtile Weise und nicht ohne Ironie ad absurdum. Ausgangspunkt sind berühmte Werke der Kunstgeschichte oder zu Ikonen gewordene Fotografien. Die dargestellten fiktiven oder realen Personen – Heilige, Herrscherinnen und andere Heroen – werden aus ihrem originären Umfeld herausgelöst, transformiert und in einen von der Künstlerin definierten neuartigen Kontext eingfügt. ...» Barbara Stark

«Die unbändige Experimentierlust sowohl im Inhaltlichen wie im Materiellen führt die Künstlerin zu immer neuen Grundstoffen und natürlich auch zu solchen, die innerhalb eines Kunstzusammenhangs selten je Verwendung fanden. Dieter Roths anarchistischer Materialfetischismus scheint in Pekareks Werk gezügelt, doch nur auf den ersten Blick. Die Figurinen in Glycerinseife und rosa gefärbter Zuckermasse, die kapuzenbewehrten Kerzenköpfe sind alle potenziell benutzbar und vergänglich, und sie entwickeln Eigenschaften, die gängigen Kunstmaterialien völlig fremd sind. Schon ihr möglicher Gebrauch irritiert und weicht die Oberfläche das abendländisch sorgsam auratisierten Kunstwerks auf. Das Spannungsverhältnis zwischen Kunstobjekt, annymer Volkskunst und industriellem Massenprodukt wird in immer neuen Querverbindungen ausgelotet. ...» Roland Wäspe

«... Im Zentrum von Marlies Pekareks Schaffen steht dieser Umgang mit Kunstwerken sowie die Auseinandersetzung mit den Beziehungen zwischen Werk und Autorschaft einerseits und zwischen Original und Kopie andrerseits: Was ist das Echte, Wahre und was das Unechte, und in welcher Beziehung stehen sie zueinander? ...» Corinne Schatz

« ... Die Madonnen von Marlies Pekarek sind käufliche Wesen. Wie Fleisch. Himmlisches und Irdisches vereinen sich in ihnen. Handlesübliches Verpackunsmaterial verwandelt sich in Schachtelkapellchen und Peliyuienschreine, in denen sie erworen un nach Hause getragen werden können. Auf dass sie sich verändern und aus dem Staub machen. Und lange weiter wirken.» Ursula Badrutt

 

 

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