22. Oktober - 26. November 2026

Textile Metaphorology

Axelle Stiefel

Textile Metaphorology

Projektleitung: Salome Schmuki

Die in Genf lebende Künstlerin Axelle Stiefel knüpft Verbindungen zwischen verschiedenen Organisationen und bewegt sich dabei innerhalb und außerhalb kultureller Infrastrukturen. Ihre Forschung befasst sich mit Vergänglichkeit aus der Perspektive einer textilen Metapho- rik, die den konzeptionellen Rahmen für die Verbindung verschiedener Medien bildet. Sie erweitert ihre Praxis auf Konzeptentwicklung, Design und Beratung.

Mit dem Medium Textil als Leitfaden wird Axelle Stiefel für das Auto eine Form entwickeln, welche als Versuchsanordnung funktionieren und auch Aspekte der St.Galler Textilgeschichte einbeziehen wird.

13. August – 24. September 2026

Auf Augenhöhe

Hoseyn A. Zadeh, Serdar Mutlu, Fatma Shanan

Auf Augenhöhe

Projektleitung: Haviva Jacobson

Wie beeinflussen geografische und kulturelle Herkunft das Schaffen von Künstler:innen? Welche visuellen und emotionalen Erinnerungen prägen ihr Werk? Was gehört zum kollektiven Gedächtnis, was zur subjektiven Anschauung? Was inspiriert? Wird das Werk in einem anderen kulturellen Kontext anders verstanden und wahrgenommen? Die Ausstellung «Auf Augenhöhe» möchte – im kleinen Rahmen – diese Fragen aufwerfen und zur Diskussion an- regen. Dafür werden Künstler:innen aus nicht-europäischen Kulturen, und damit mit anderen visuellen Prägungen, eingeladen, ihre Arbeiten nebeneinander, gegenüber und im Zusammenhang zu zeigen. Ein respektvoller Dialog zwischen den unterschiedlichen Positionen soll entstehen.

Drei Kunstschaffende mit Herkunft aus dem Nahen Osten sind eingeladen, im Projektraum AUTO ihre Arbeiten zu präsentieren. Die Ausstellung soll eine Begegnung ermöglichen und neue Zusammenhänge sichtbar machen.

14. Mai - 11. Juni 2026

SMALL CORPORATION_AUTO_2026

Marianne Mueller und Heidi Schöni

SMALL CORPORATION_AUTO_2026

Projektleitung: Luca Tarelli

SMALL CORPORATION_AUTO_2026 präsentiert Arbeiten von Marianne Mueller und Heidi Schöni, die während einer gemeinsamen Forschungsreise nach Beppu, Japan, im Winter 2025 entstanden sind. Es ist die dritte Reise der beiden Künstlerinnen nach Japan, auf der sie ausgehend von den Eindrücken vor Ort ihre je eigene Praxis weiterentwickeln und neue Formen der Zusam- menarbeit erproben.

Die Hafenstadt Beppu ist vor allem für ihre Thermalquellen bekannt, wobei der vulkanische Untergrund die Atmosphäre der Stadt prägt: Es dampft, brodelt und spritzt; Nebel, mineraliengesättigte Wasseroberflächen, Sedimentationen und Verkrustungen erzeugen eigene Formen der Abstraktion. Ausgehend von ihrem Interesse an diesen geologischen Phänomenen, die seit jeher eine Vielzahl (mystischer) Geschichten inspiriert haben, haben sich Mueller und Schöni vor Ort von ihrer gemeinsa- men Faszination für lokale künstlerische Ausdrucksformen, Malerei, Pigmente und das narrative Potenzial von Abstraktion leiten lassen.

In den so entstandenen Arbeiten verbinden sich die Sen- sibilitäten von Mueller, die vorwiegend mit Fotografie und Installation arbeitet, und Schöni, deren Schwerpunkt in der Malerei liegt, zu einer dialogischen Praxis. Die Werke, in denen sich die Dynamiken der Landschaft und des alltäglichen Lebens vor Ort widerspiegeln, zeu- gen von einer feinen Aufmerksamkeit der Künstlerinnen für ihre Umgebung.

26. März – 25. April 2026

Stolen Flowers Are The Best Ones

Oil Productions & Laura Jana Luterbach

Stolen Flowers Are The Best Ones

Die Ausstellung „Stolen Flowers are the Best Ones“ wurde vom Oil Collective und der Künstlerin Laura Jana Lutherbach, auf Einladung des Glitch Kollektivs, entwickelt. Es ist ein Garten, der als Fragmente präsentiert wird, ein Raum zum Hacken, Lecken und Stehlen. Weder ganz öffentlich noch streng privat, wird er zu einer durchlässigen Zone, einem politischen Territorium, in dem Zäune verschoben, umgangen und neu gezogen werden.

Im antiken Griechenland wurden Flötenspielerinnen, bekannt als Auletrides, als eine der vier Kategorien von Prostituierten beauftragt, Musik zu spielen, auf Banketten zu tanzen und ihre sexuellen Dienste anzubieten. Einmal im Jahr versammelten sich diese Frauen, um Venus zu ehren und ihre Berufung zu feiern. Männer waren bei diesen Ritualen nicht zugelassen. Ihr Bankett dauerte von der Dämmerung bis zum Morgengrauen und war begleitet von Wein, Parfüm, Delikatessen, Gesang, Musik und lesbischer Liebe. Diese Zusammenkünfte zeichneten bereits die Konturen eines geheimen Gartens vor – eines geschützten Raums, in dem die Regeln der Aussenwelt vorübergehend ausser Kraft gesetzt waren.

In „Stolen Flowers are the Best Ones“ ist der Garten nicht dekorativ. Er ist aktiv, instabil, fragil und verändert sich ständig. Formen entfalten sich wie Rhizome, ausserhalb jeglicher Hierarchie. Die Besucher:innen sind nicht mehr nur Zuschauer:innen, sondern ein bestäubende Akteur:innen, eingeschlossen in ein Ökosystem aus Bildern, Materialien und Erzählungen, die sich ständig verändern.

Wie Museen, Heiligtümer und Unantastbares bleibt auch der Garten ein Ort der Einschränkungen, an dem das Pflücken von Blumen einen Preis hat und das Gras immer „ruht“. Er wird zum Zeugen unserer Art des Zusammenlebens. Zwischen Lebendigem und Konstruiertem, Intimem und Kollektivem, Ästhetischem und Politischem wird der Garten zu einem Feld der Koexistenz, einem Raum ständiger Verhandlungen.

Kuration: Glitch, audiovisuelles Festival für Pleasure / Melo Jetzer & Morena Barra

 

Workshop Guerilla Gardening – die sanfte Revolution
Samstag, 25. April 2026, 14uhr

Guerilla Gardening mit Samenkugeln ist eine umweltfreundliche Aktion, bei der handgrosse Kugeln aus Erde, Ton und Samen auf triste, brachliegende städtische Flächen geworfen werden und verwandeln somit Grau in Blühen. Es ist eine poetische Geste für mehr Wildwuchs und Vielfalt sowie auch ein leises Mittel, die Biodiversität zu fördern und den öffentlichen Raum mitzugestalten.

Zur Finissage der Ausstellung „Stolen Flowers are the Best Ones“ laden wir am Samstag, 25. April 2026 um 14.00 Uhrin den Ausstellungsraum AUTO St. Gallen zu einem Happening ein: Gemeinsam mit den Kunstschaffenden mischen, rollen und formen wir Saatkugeln. Es sind kleine Versprechen auf den Frühling, die mit nach Hause genommen und später dorthin geworfen werden dürfen, wo sonst nur Ordnung vorgesehen ist. Bitte bringt alte Eierkartons mit, damit die Kugeln sicher reisen können. Wir freuen uns auf euch!

20.01.–15.02.2026

Zeitfenster Peter Dew

On the run

Zeitfenster Peter Dew Zeitfenster Peter Dew Zeitfenster Peter Dew Zeitfenster Peter Dew Zeitfenster Peter Dew Zeitfenster Peter Dew Zeitfenster Peter Dew Zeitfenster Peter Dew Zeitfenster Peter Dew Zeitfenster Peter Dew Zeitfenster Peter Dew Zeitfenster Peter Dew

Fundstücke, Magazinseiten, kleine Beobachtungen – Peter Dews künstlerische Materialien sind alltäglich, einfach und unaufdringlich. Der gebürtige Brite ist ein stiller Künstler mit einem grossen Gespür für die Aussagekraft kleiner Dinge. Unter seinen Händen verwandeln sich Kartonröhren, Draht und Gips in hintergründige Plastiken und fotografische Aufnahmen zufälliger Fundstücke in poetische Bildserien.

Peter Dew (*1967 in Grossbritannien) studierte dreidimensionale Kunst und Bildhauerei an der Winchester School of Art der University of Southampton. Seit 20 Jahren lebt und arbeitet er in St.Gallen. 2006 erhielt er einen Förderpreis und 2017 einen Werkbeitrag der Stadt St.Gallen

21. Februar - 22. Februar 2026

Gesicher Schichten – Schichten Gesichter

Ein in­ter­dis­zi­pli­nä­res Kunst­pro­jekt

Gesicher Schichten – Schichten Gesichter Gesicher Schichten – Schichten Gesichter

Das Gesicht – die Verbindungen von aussen nach innen und von innen nach aussen – sowie die Hautoberfläche mit all ihren Unebenheiten, Falten und Furchen bilden die Ausgangslage für die bildnerische Gestaltung der begehbaren Rauminstallation, für Klangbilder und performative Interventionen.

Jeweils von 13 bis 17 Uhr – die Dauer der Besuchszeit kann frei gewählt werden.

Installation: Flora Frommelt / Inszenierung und Performance: Nelly Bütikofer / Klang: Pius Morger / Performance: Claudine Ulrich

13.12.2025–15.01.2026

Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus


Linda Stauffer & Margaux Huber

Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus
 Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus


Vernissage:
Freitag, 12.12.2025, ab 18 Uhr, mit Apéro im neuen Auto an der Wassergasse 4, SG

mit performance von Rosanna Rotach & Linda Stauffer

mit soundbeitrag von Caroline Ann Baur & Vanessà Heer

mit textbeitrag von Maya Olah

mit dinner Zukunft bittet zu Tisch von Flavia Bienz & den Künstler*innen

Die Ausstellung Tradition, Rituale, Drag und Konservatismus beschäftigt sich mit Themen wie Tradition, Brauchtum, Folklore und Ritualen und verortet sich in einem grösseren Kontext der Kulturkämpfe, in dem gesellschaftlicher Zusammenhalt und mit ihm Kunst sowie kulturelle Vielfalt zunehmend zur Angriffsfläche werden. Das Verständnis von und die Arbeit an Tradition als lebendiger Materie bilden dabei einen Angelpunkt, um Konservatismus zu hinterfragen und sowohl die Grenzen des Bewahrens als auch das Öffnen neuer, inklusiver Räume zu erforschen. Eine kleine Ansammlung feministischer Vorschläge, Aneignungen und anderer Anordnungen von Drag und Folklore verhandelt die Idee einer Gemeinschaft, die Verbindungen schafft.

Die Gruppenausstellung mit Linda Stauffer, Margaux Huber, mit einer Performance von Rosanna Rotach & Linda Stauffer, einem Soundbeitrag von Caroline Ann Baur & Vanessà Heer sowie einem Textbeitrag von Maya Olah eröffnet neue und überraschende feministische Sichtweisen auf ein vermeintlich starres Terrain.

Finissage:
Donnerstag, 15.01.2026, ab 18 Uhr
mit Performance von Rosanna Rotach & Linda Stauffer um 19 Uhr

Zukunft bittet zu Tisch Künstler*innen Gespräch mit kulinarischer Begleitung am 03.01.2026
Apéro ab 17 Uhr / Dinner & Gespräche um 18 Uhr
Anmeldung bis 02.01.2026 via Mail an: kollektiv@visarteost.ch
(Kollekte: Richtwert CHF 25–35)

27. November – 29. November 2025

Theo Cowley Garden of Vapours

Film Screening mit Bar und Musik im neuen Auto, Wassergasse 4, SG

Theo Cowley Garden of Vapours

Garden of Vapours
von Theo Cowley mit Axelle Stiefel
Film Screening Event mit Bar und Musik

27. und 28. November 2025 ab 18 Uhr:
Live Sound und Beats

29. November 2025, 14h–17 Uhr:
Q&A

21.11.2025, ab 18:00 Uhr

DOGO: Work in Progress

zu Gast im neuen Auto, Wassergasse 4, SG

DOGO: Work in Progress

Die Duos Lulu&Whiskey (CH, Myriam Gallo, Yvonne Lanz) sowie Jana Joanna Milbou + Jonathan De Maeyer (BE), derzeit in der Dogo Residenz in Lichtensteig tätig, öffnen den St.Galler Projektraum «AUTO». Sie gewähren – mittels Ideenskizzen, Materialsammlungen und Rechercheschnipseln – Einblick in ihre künstlerischen Prozesse. Eine Einladung, ins Gespräch zu kommen und das diesjährige Schwerpunktthema Wald gemeinsam zu reflektieren. Der Wald steht im Zentrum der diesjährigen Aufenthalte – denn er umgibt die Dogo Residenz im Toggenburg und bietet den Künstler:innen mit seiner allgegenwärtigen Präsenz eine gemeinsame Ausgangslage und Anknüpfungspunkte.
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Verpflegt werden Besucher:innen mit den inzwischen fast schon legendären, originalen, veganen Dogo Hot Dogs.