17.November – 15.Dezember 2022

The T-Shaped Employee

FX Office: Ilona Stutz x Selini Demetriou

The T-Shaped Employee

Oft schweigen sie, wenn man sich über die Gegensprechanlage meldet., oder sie nuscheln etwas von einer Massage oder vom Putzen der Fenster. Und dann streifen sie durch sie Flure des Hauses. Thelma, bist du’s?

1.September – 29.September 2022

Erlkönig Protokoll

Tamara Janes & Linus Lutz

Erlkönig Protokoll

 

Unter dem Namen «Erlkönig» veröffentlichte die Zeitschrift «auto motor sport» ab Sommer 1952 regelmässig mal mehr, mal weniger verschwommene Amateurfotos von Auto-Prototypen. Heute werden neue Modelle vor den ersten Testfahrten aufwändig mit Kunststoffverkleidungen und Musterfolien getarnt, um technische und gestalterische Details möglichst lang geheim zu halten. Schnappschüsse, Handy- und Archivfotos, Autofolien und bedruckte Platten kommen auch in der Ausstellung «Erlkönig Protokoll» von Tamara Janes und Linus Lutz zum Einsatz. Statt einem eigentlichen Ausstellungsprototypen verschleiert das Spiel mit Materialien und Oberflächen hier aber womöglich das ebenfalls im Titel angetönte «Protokoll», das die Regeln der Datenübertragung zwischen den beteiligten Parteien beschreibbar machen könnte.

2.Juni – 30.Juni 2022

Räume in Auflösung

Florian Gugger, Pirmin Hagen & Carina Kirsch

Räume in Auflösung Räume in Auflösung

 

Angenommen eine Wand löst sich im Boden auf, erhält man dann etwas vergleichbares wie wenn Salz sich in Wasser auflöst?
Es kommt selten vor, aber manchmal passiert es doch, dass ein Problem sich sprichwörtlich in Nichts auflöst. Ist dann das Nichts was das Problem in sich gelöst hat noch Nichts? Es enthält ja jetzt ein Problem. Oder war das Problem schon vor der Auflösung Teil des Nichts, was dann wahrscheinlich heisst, dass es, wenn nicht Nichts mindestens nichtig ist. Die Fragen um Auflösung sind knifflig.

Wenn sich also Räume in Auflösung befinden, kann man in mehrere Richtungen denken wie dies geschieht oder worin oder wohin sie sich auflösen. Ein Denkspiel analog zum Problem im letzten Beispiel: Die Auflösung eines Raumes in einen anderen Raum. Wie wenn man Geschenke stürmisch auspackt und die Verpackung dabei zerreißt. Dann geht der vom Geschenkpapier oder Karton definierte Raum verloren und löst sich im Zimmer, wenn man es weiter denkt, im Weltraum auf, von dem ein kleines bisschen ja schon in den Geschenken war. Eine andere Denkrichtung ist, dass sich beim Auflösen von etwas in etwas, sich etwas Neues bildet, das neue Eigenschaften aufweist. Wie bei Salzwasser worin man sich auf dem Rücken treiben lassen kann ohne strampeln zu müssen. Oder wie wenn man einzelne Räume zusammenschmilzt und daraus eine Wohnung wird.
In unserer Ausstellung werden drei Künstler:innen Lösungen zu diesen, oder anderen Fragen von Raum und Auflösung suchen: Carina Kirsch studierte Philosophie und Bildhauerei, Primen Hagen Grafik und Landschaftsarchitektur und Florian Gugger Architektur.

Ihr Lösungsansatz wird ein künstlerischer sein und wir sind gespannt was mit unserem Raum passiert, ob er sich öffnet, verflüssigt oder in einen neuen Zustand übergeht.

3. März - 31- März 2022

reisen

Birgit Widmer & Maria Tackmann

reisen reisen

AUTO macht halt im Frauenpavillon im Stadtpark St.Gallen

 

10. Dezember 2021 – 30. Januar 2022

Dokustation Heimspiel 2021

von Vanja Hutter und Thomas Zuberbühler

Dokustation Heimspiel 2021 Dokustation Heimspiel 2021 Dokustation Heimspiel 2021 Dokustation Heimspiel 2021

 

Es ist wieder Heimspiel.
Das bedeutet Kunst aus der Region für die Region.

Anlässlich des Heimspiels 2021 wurden über 400 Bewerbungsdossiers von Künstler*innen aus der Region digital eingereicht. Während der Ausstellungsdauer sind sie 24/7 online auf heimspiel.tv einsehbar.

Die Tradition einer analogen Dokustation führen wir weiter und wie immer: wieder ganz anders. Werke aus allen eingereichten Dossiers finden sich als Kunstpostkarten im AUTO wieder. Sie warten darauf von den Besuchenden entdeckt, beschrieben und verschickt zu werden. Kommt mit eurem Adressbuch und ab die Post. Falls deine Freunde nicht kommen können, „come alone!“ und schick ihnen eine Karte.

Am 10. Dezember ist Eröffnung und du hast die volle Qual der Wahl. Denn ist eine Karte weg, ist sie weg.

An den Sonntagen gibt’s was aus dem Feuer. Pastinaken oder Sellerie, Würste oder Schlangenbrot, Glühmost oder Überraschung. Perfekt für einen Stopp zwischen den Museen. Donnerstag und Freitagabend IST jeweils die Bar geöffnet. Am 28. Januar steigt die Abschlussfete mit: Dj Michael Peter Bodenmann & Dj Always cry for love never cry for pain

14. Oktober - 18. November 2021

«Live, Laugh, Love, Learn»

Valentina Stieger, Roman Gysin

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Roman Gysin und Valentina Stieger teilen eine Faszination für dekorative Phänomene im Alltag. In ihren Archiven finden sich Fotografien von liebevoll dekorierten Schaufenstern und ausgeschmückten Vorgärten, welche sie unter dem Begriff «Affected Taste» sammeln. Dieses Bildmaterial fliesst auf verschiedene Weise in ihre Arbeits- und Rechercheprozesse ein. Die beiden KünstlerInnen erarbeiteten für die Ausstellungsräume von «Auto» eine räumliche Übersetzung dieses Dialoges.

15. Juli – 5. August 2021

雪虐风饕 – HEAVY SNOW AND MONSTROUS WINDS

Heavenly North (GongYu & ZhiXuan), Sponge Gourd Collective (Beatrix Chu, Daphne Xu, Diane Zhou), Ani Schulze, Jannis Schulze

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„Heavy Snow and monstrous winds“ untersucht den spekulativen Charakter urbaner Transformationen. Die gezeigten Arbeiten inszenieren urbanes Spektakel oder lassen den Betrachter zwischen Fiktion und Realität schweben und zeigen so auf unterschiedliche Weise Vorstellungen von Zukunft und Gegenwart Pekings. Alle Arbeiten sind im Rahmen des kuratorischen Forschungsprojekts Beijing22 entstanden.

Kuratiert von Antonie Angerer, Anna-Viktoria Eschbach

26. August – 23. September 2021

Benzin

Annina Frehner & Nora Rekade

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TREIBSTOFFE FÜR DEN SCHWELLENZUSTAND

Das Gebäude an dieser steil-abschüssigen Strasse nahm ich zum ersten Mal richtig wahr von gegenüber. “ZUM AUTO” steht in grossen Lettern auf einer Balkonbrüstung an der Fassade. Als ich auf den schlichten, sechsgeschossigen Jugendstil-Bau aus St. Gallens Stickereiblüte zuging, zeigte sich die eben noch stille Passage direkt davor als ziemlich befahren, die Situation unübersichtlich. Die Strasse markierte eine Schwelle. Wie ein von herannahenden Wagen aufgescheuchtes Kätzchen huschte ich flink zur Tür, schob meinen Körper über die Stufe in den hell erleuchteten, teils durchfensterten Raum im Erdgeschoss. Einst diente er als Garage.

Die getreppten und konvex gewölbten Wände richteten mich im Inneren seltsam zu. Geborgen fühlte ich mich nicht und doch wohlig umfangen von dieser überarbeiteten Passform. Wenn für Automobile oder Karossen früherer Generationen ersonnen, gezeichnet und erbaut, haftet dem dank Annina Frehners (*1983, Teufen AR/Leipzig) Intervention, Ahnen, (2021) weiter zur organischen Form zugespitzten Innenraum heute wenig Technisches oder mit herkömmlichen “Mobilitätsgedanken” Verbundenes an. Frehners räumliche Manipulation hebt sich in ihrer scheinbaren Mimikry doch in Farbe und Oberflächenstruktur von den Raumwänden ab. So lenkt sie unsere Aufmerksamkeit wiederum auf einen Übergang in der zum White Cube umgenutzten Garage, statt deren Transformationsgeschichte und eigenwillige Grundform zu überspielen. Damit versetzt sie uns Besucher:innen durchaus in Bewegung.

Ebenso lädt die von Nora Rekade (*1977, St. Gallen) neu angefertigte Malerei zur mentalen wie körperlichen (Raum-)Verschiebung ein. In der hier unverkrampft ausgebreiteten Assemblage von Arbeiten auf Papier, kombiniert mit einer ortspezifischen Architekturtransformation manifestiert sich das Hin-Über-Treten, die Grenzüberschreitung zwischen unterschiedlichen Genrekonventionen, Raumabschnitten, Zeiten und Wahrnehmungsebenen umso deutlicher als Thema. Ich versuche mich “ins Fell” oder auf die Augenhöhe einer Katze zu versetzen, wie sie mir seit dem Überqueren der Strasse nicht mehr aus dem Kopf geht. Den Wänden des Ausstellungsraumes entlangstreichend, lasse ich mich von Rekades mal dicht, mal wässrig aufgebrachten, hier und da verschwimmenden Motiven berühren. Der Schattenriss einer Katze zeichnet sich auch darin als Schwellen- und als Projektionsfigur ab.

E.T.A. Hoffmann schrieb über den “Kater Murr”: “[Er] träumt nicht allein sehr lebendig, sondern er gerät auch, wie deutlich zu bemerken, häufig in jene sanften Reverien, in das träumerische Hinbrüten, in das somnambule Delirieren, kurz, in jenen seltsamen Zustand zwischen Schlafen und Wachen, der poetischen Gemütern für die Zeit des eigentlichen Empfangens genialer Gedanken gilt.” Während sich die der romantischen Literatur entnommene Dichterkatze hier eher als augenzwinkernde Parodie auf Genie, Autorschaft und Bildungseifer erweist, fand der französische Philosoph Jacques Derrida in der Auseinandersetzung mit seiner eigenen Katze erst den Schlüssel zur Dekonstruktion einer zwischen MENSCH und TIER gezogenen, sprachbasierten Grenze. Die Katzenaugen, schreibt er, seien für ihn in dieser Situation ein Spiegel für das autobiografische Ich gewesen: “In den letzten Texten, die ich zu dieser Sache veröffentlicht habe, ziehe ich die Bezeichnung ‚TIER‘ im Singular, als ob es den MENSCHEN und das TIER gäbe, schlechthin in Zweifel, als ob der homogene Begriff Das TIER sich auf universelle Weise auf alle Formen des nicht-menschlichen Lebens erstrecken könnte […] Ecce Animot. Weder Species noch Gender noch Individuum ist es eine irreduzible lebendige Vielfalt von Sterblichem […].”

 

Gabrielle Schaad, August 2021

8.April – 6.Mai 2021

Fäustel Technokraft rückschlagfrei 5kg

Aramis Navarro, Flavio Hodel, Richard Tisserand

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Aramis Navarro, Flavio Hodel und Richard Tisserand – gemein ist ihre kontinuierliche Beschäftigung mit dem Medium der Malerei. Auf teils poetische, teils humorvolle Art und Weise nähern sich die drei Kunstschaffenden unterschiedlichen Themen, welche Sie mit Farbe auf verschiedene Bildträger bannen. Im Auto hinterfragen die drei Kunstschaffenden das Medium der Malerei, loten es aus und zeigen unterschiedliche Perspektiven auf Bildträger.

Aramis Navarro (*1991)

Flavio Hodel (*1994)

Richard Tisserand (*1948)